Intelligenz wird überschätzt

Worüber Medien zum Thema Bildung berichten.
Antworten
Klaus
Beiträge: 213
Registriert: Sa 4. Feb 2017, 19:40

Intelligenz wird überschätzt

Beitrag von Klaus » Mi 29. Mär 2017, 20:51

Na bitte, wer bislang dachte, dass intelligente, oder gar hoch intelligente Menschen ihr Leben erfolgreicher meistern, wird gemäß nachfolgendem Artikel eines Besseren belehrt.
Wobei ich das Ergebnis aus einer anderen Perspektive als Ursache der Langzeitstudie begründet sehe.
So erachte ich weniger persönliche Charakterdefizite als Erfolgsbremsen der einzelnen Menschen, sondern bin aufgrund der ähnlich aufgebauten Bildungsstrukturen davon überzeugt, dass die jeweiligen Bildungssysteme maßgeblich dazu beitragen, dass sich weder bei intelligenten noch bei weniger intelligenten Menschen jene freiheitlichen kreativen Kräfte entwickeln können, die dazu beitragen würden, das eigene Leben abwechslungsreich, eigenverantwortlich und im sprichwörtlichen Sinne belebend zu gestalten.
Im Klartext, verlieren Schüler/innen geradezu zwangsläufig durch jede strukturiert-erstarrte Wissensvermittlung die Befähigung, eigenverantwortlich und kreativ zu handeln. Womit ihnen folgerichtig jene Attribute abhanden kommen, die nun mal für Erfolge erforderlich sind.
Hier die dazu passende Meldung vom 29. März 2017

Wenn ihr so schlau seid, warum seid ihr dann nicht reich?
Die neue Langzeitstudie eines Nobelpreisträgers nennt eine andere wichtige Eigenschaft, die euren späteren Erfolg bestimmt.

Klügere Menschen sind nicht automatisch auch reicher. Das war schon lange bekannt. Allerdings haben sich Forscher lange gestritten, wie groß der Einfluss auf den späteren Erfolg tatsächlich ist. Jetzt bringt eine aufwendige Langzeitstudie die überraschende Erkenntnis: Quasi gar nicht.
Nur ein bis zwei Prozent beträgt der Einfluss eures IQs und Wissens auf den späteren beruflichen Erfolg und das Vermögen, das ihr im Laufe eures Lebens ansammelt. Zu diesem Ergebnis kommt der Wirtschaftsnobelpreisträger James J. Heckman.

Er hat dazu lebenslange Daten von Probanden aus den USA, Großbritannien und den Niederlanden verglichen. Die enthielten neben IQ-Tests, Testergebnissen aus Schule und Uni auch das jeweilige Einkommen, Kriminalstatistiken, sogar den Body-Mass-Index und die Lebenszufriedenheit.

Hier weiterzulesen https://www.finanzen100.de/finanznachrichten/wirtschaft/intelligenz-wird-ueberschaetzt-wenn-ihr-so-schlau-seid-warum-seid-ihr-dann-nicht-reich_H577830026_397390/?SOURCE=7000002&ID_NEWS=397390&utm_source=focus&utm_medium=teaser&utm_content=main&utm_campaign=unser_netzwerk

NiePe13
Beiträge: 1
Registriert: Mi 3. Jan 2018, 20:56

Re: Intelligenz wird überschätzt

Beitrag von NiePe13 » Mi 3. Jan 2018, 21:08

Ich denke, dass es wichtig ist zwischen zwei großen Teilen (neben fluider und fester) der Intelligenz zu unterscheiden: der emotionalen und der kognitiven. Letzteres ist sicher über raffinierte Tests in Ansätzen messbar. Intelligenztest testen immer nur das, was sie messen wollen!!

Gänzlich schwierig sieht es mit der emotionalen Intelligenz aus: Wie will man so ein dynamisches Persönlichkeitsmerkmal messen? Mein Gefühl sagt mir, man sollte es gar nicht messen. Und in der Zukunft wird es auf genau diese Intelligenz ankommen: Empathievermögen, Hilfsbereitschaft, Menschenkenntnisse, Teamführung etc. - alles immens wichtige Eigenschaften, die kaum bis gar nicht von der kognitiven Intelligenz abgedeckt werden.


Und die Intelligenz ist nur EIN Persönlichkeitsmerkmal eines Individuums - man sollte ihr Beachtung schenken, aber es auch nicht übertreiben.
Und letztlich bekommt man bei einem IQ-Test ja auch nur eine Zahl als Ergebnis - ist diese aussagekräftig?!

Antworten

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 0 Gäste